Geschichten über Selbstschutz & Mobbing
Erzählungen für Erwachsene zum Nachdenken: Manche Menschen erleben immer wieder Grenzverletzungen, Abwertung oder Mobbing. Doch wie schaffen wir es, dass andere nicht mehr über uns bestimmen oder uns kleinhalten? Meine Geschichten auf dieser Seite zeigen Wege, wie Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und klare Grenzen entstehen können.
Selbstschutz & Mobbing
Geschichten für Erwachsene zum Nachdenken: Manche Menschen erleben immer wieder Grenzverletzungen, Abwertung oder Mobbing. Meine Geschichten auf dieser Seite zeigen Wege, wie Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und klare Grenzen entstehen können.
Was bedeutet Selbstschutz überhaupt?
Selbstschutz heißt, Verantwortung für die eigenen Grenzen zu übernehmen und deren Verletzung nicht zu akzeptieren. Wenn andere zu weit gehen, sollten wir ihnen das unmissverständlich klarmachen. Dabei geht es nicht um Abschottung oder emotionale Kälte, sondern um den Aufbau einer bestimmten Haltung. Wer sich selbst schützt, ordnet die eigenen Bedürfnisse nicht dauerhaft unter und wartet nicht darauf, dass sich das Umfeld von allein ändert. Das passiert nämlich leider meist nicht und liegt darüber hinaus auch gar nicht in unserer Hand. Aber auf unsere eigene Reaktion und auf unser Handeln haben wir Einfluss und den sollten wir nutzen. Selbstschutz ist also eine aktive Haltung gegenüber dir selbst und deiner Rolle in zwischenmenschlichen Beziehungen. Ich weiß, das klingt erst einmal schwer und vor allen Dingen unfair. Es ist aber der einzige Weg, unsere Bedürfnisse gegen unbedachte oder gar toxische Menschen zu verteidigen. Und die gute Nachricht ist: Jeder kann es lernen.
Warum manche Menschen immer wieder Ziel von Mobbing werden
Mobbing entsteht nicht zufällig, sondern folgt bestimmten Mustern. Menschen, die gelernt haben, Konflikte zu vermeiden, Harmonie über alles zu stellen oder eigene Bedürfnisse kleinzureden, senden oft unbewusst Signale der Anpassung. Das macht sie angreifbar, besonders in Umfeldern, in denen Macht, Unsicherheit oder Gruppendruck eine Rolle spielen. Wichtig ist: Das macht dich nicht verantwortlich für das Verhalten anderer. Aber es zeigt, warum Selbstschutz nicht beim Gegenüber ansetzt, sondern bei der eigenen inneren Haltung.

Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein als Schutzfaktoren
Selbstvertrauen bedeutet, dir selbst zu glauben und daran festzuhalten, auch wenn andere dich infrage stellen. Selbstbewusstsein heißt, dir über deine eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Werte klar zu sein. Beides entsteht nicht durch gute Vorsätze, sondern durch klare innere Entscheidungen und wiederholte Erfahrungen. Wer sich selbst ernst nimmt und entschlossen ist, sich gegen alle Widrigkeiten zu verteidigen, sendet starke Signale nach außen. Das hat rein gar nichts mit dem Aussehen zu tun, sondern mit der inneren Einstellung zu sich selbst. Sicher kennst du auch solche Menschen, die den Respekt allein durch ihre Ausstrahlung einfordern und auch erhalten. Nicht laut, nicht aggressiv, aber eindeutig. Genau diese Eindeutigkeit wirkt oft stärker als jede Konfrontation. Und das bereits im Vorfeld, sodass es gar nicht erst zum Mobbing kommt.
Häufige Fragen zu Selbstschutz & Mobbing
Wer sich mit Selbstschutz beschäftigt, tut das oft, weil alte Muster einfach nicht funktionieren. Die folgenden Punkte tauchen häufig auf, wenn Menschen beginnen, ihre Rolle in belastenden Beziehungen zu hinterfragen.
Was unterscheidet normale Konflikte von Mobbing?
Konflikte gehören zu zwischenmenschlichen Beziehungen und entstehen meist aus der Situation heraus, aber mehr oder weniger auf Augenhöhe und mit wechselnden Rollen. Mobbing dagegen ist kein einzelnes Ereignis, sondern ein wiederkehrendes Muster. Es geht um wiederholte Abwertung, Ausgrenzung oder Grenzverletzungen, bei denen ein klares Ungleichgewicht entsteht. Die betroffene Person gerät dauerhaft in die schwächere Position, während das Verhalten der anderen Seite überlegen ist. Entscheidend ist also nicht, wie hart ein einzelner Konflikt ist, sondern wie regelmäßig und einseitig er auftritt.
Warum gerate ich immer wieder an Menschen, die meine Grenzen überschreiten?
Weil du möglicherweise gelernt hast, Grenzen nicht klar zu setzen beziehungsweise sie zu spät oder gar nicht zu verteidigen. Viele dieser Verhaltensmuster entstehen sehr früh, meist bereits in der Kindheit, und wirken ein Leben lang in uns weiter, wenn wir nicht aktiv etwas dagegen unternehmen. Das heißt nicht, dass wir schuld sind, dass uns so etwas passiert, sondern dass es an der Zeit ist, genau diese Muster und negative Glaubenssätze zu erkennen und zu verändern.
Was kann ich tun, wenn jemand trotz klarer Worte meine Grenzen weiter überschreitet?
Wenn Grenzen trotz klarer Ansprache und selbstbewusster Haltung immer wieder missachtet werden, liegt das Problem tiefer. In solchen Fällen zeigt sich, dass Worte allein nicht ausreichen, weil die andere Seite vielleicht sogar von der bestehenden Dynamik profitiert. Dann geht es um strukturelle Konsequenzen: Abstand, veränderte Rahmenbedingungen, Unterstützung von außen oder bewusste Entscheidungen gegen den weiteren Kontakt, je nachdem wie nahe die Person uns steht und wo der „Austragungsort“ ist.
Meine Gedanken zu Selbstschutz & Mobbing
Wer Mobbing oder wiederholte Grenzverletzungen erlebt, hat nicht versagt und trägt keine Schuld an dem Fehlverhalten anderer. Solche Erfahrungen hinterlassen Spuren, sie verunsichern und schwächen das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung. Selbstschutz bedeutet in diesem Zusammenhang, Schritt für Schritt wieder Einfluss auf die eigene Situation zu gewinnen und sich aus Dynamiken zu lösen, die dauerhaft schaden. Das braucht Zeit, Klarheit und oft auch Unterstützung. Aber es ist immer möglich und nie zu spät, neue Handlungsspielräume zu entwickeln und sich innerlich wieder auf die eigene Seite zu stellen.






