Willkommen in meiner Nachdenkwelt

„Das Unbewusste in dir lenkt so lange dein Leben, bis du es erkennst.“

Tara Riedman

Post-it, Tara
Foto von Tara Riedman – Autorin, Sinnsuchende und Wortverliebte
Alles Liebe
Deine Tara

Mein Freundeskreis kennt mich als ewig wissenshungrigen Bücherwurm, dem ständig etwas Neues einfällt. Da Worte für mich mehr als aneinandergereihte Buchstaben sind, freut es mich sehr, inzwischen Tag für Tag mit ihnen jonglieren zu dürfen. Früher habe ich meine Zeit im Vertrieb und Projektmanagement eines Großunternehmens verbracht, doch glücklich war ich dort nicht. 2013 folgte ich dann endlich meinem Herzen und kehrte der Konzernwelt endgültig den Rücken. Ehrlich gesagt musste ich für diesen Sprung ordentlich Anlauf nehmen, denn ein Neuanfang bringt schließlich nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch jede Menge Ungewissheit mit sich. Doch es hat sich gelohnt, meinen Mut zusammenzukratzen.

Heute lebe ich als freie Online-Redakteurin, Webdesignerin und Autorin. Besonders das kreative Schreiben hat dabei mit den Jahren immer mehr Raum eingenommen. In meinen Nachdenkgeschichten beschäftige ich mich mit den kleinen und großen Dingen des Lebens und mit der Frage, wie unterschiedlich wir manchmal auf ein und dieselbe Situation schauen. Daraus sind inzwischen auch „Das vergessene Buchcafé“ und meine Tarot-Impulse entstanden. So unterschiedlich diese Bereiche auf den ersten Blick wirken mögen, haben sie für mich eines gemeinsam: Sie öffnen beide Perspektiven, die wir mit unserer gewohnten Herangehensweise oft nicht sehen.

Warum ich überhaupt angefangen habe, mich so intensiv mit unterschiedlichen Sichtweisen zu beschäftigen, hat allerdings weniger mit Büchern zu tun als mit einer ziemlich alltäglichen Fahrt in der S-Bahn. Dort begegnete mir vor einigen Jahren eine Zugbegleiterin, die mit zwei Sätzen etwas ins Rollen brachte, das mich bis heute begleitet.

Die S-Bahn, eine Zugbegleiterin und ich

Mein Moment, der alles veränderte. Welcher wird deiner?

Vielleicht sollte ich vorab erwähnen, dass die Fahrt mit der S-Bahn nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt, dementsprechend bescheiden war es um meine Laune an diesem besagten Tag bestellt. Ich ließ mich auf einen der blau gemusterten Sitze am Gang fallen. Auf denen am Fenster bekomme ich regelmäßig Beklemmungen, wenn sich jemand neben mich setzt. Wie du merkst, bin ich manchmal leicht neurotisch unterwegs.

Gerade als ich mein Buch aus der Tasche geholt und es aufgeschlagen hatte, hörte ich plötzlich eine junge Frau laut fluchen. Sie saß ein paar Reihen weiter mit dem Rücken zu mir und vor ihr stand eine Zugbegleiterin, die trotz der wüsten Beschimpfungen beinahe verständnisvoll dreinblickte. Das Gespräch dauerte nur wenige Minuten und obwohl die Dame sich in dessen Verlauf einigermaßen beruhigte, bestand der Abschied ihrerseits lediglich aus einem abfälligen Schnauben in Richtung Zugbegleiterin. Diese nickte ihr trotzdem freundlich zu und machte sich auf den Weg in meine Richtung.

An meinem Platz angekommen, bat sie mich um meinen Fahrschein, als habe es die vorangegangene Situation gar nicht gegeben. Ich zeigte ihr mein Ticket und zögerte kurz. Doch ich konnte nicht anders, ich musste sie einfach fragen, wie sie in der Situation eben so gelassen bleiben konnte, als habe sie ihr bisheriges Leben in einem Zen-Kloster verbracht. Mir war beim bloßen Anblick der Szene ehrlich gesagt schon der Kamm geschwollen.

Sie lächelte und nannte mir zwei in meinen Augen ziemlich beeindruckende Gründe, die mir bis heute in Erinnerung geblieben sind. Sinngemäß sagte sie: „Die Frau hat momentan anscheinend nur wenig Grund zur Freude in ihrem Leben. Damit und mit sich selbst hat sie genug zu tun. Und davon abgesehen gebe ich anderen Menschen nur ungern die Macht, mir die Laune zu verderben, denn über die bestimme immer noch ich.“

Aus diesem Blickwinkel hatte ich die Sache vorher noch nie gesehen und mir ist zum ersten Mal richtig bewusst geworden, dass die Sichtweise und die Reaktion auf das gleiche Ereignis von Mensch zu Mensch völlig unterschiedlich ausfallen kann. Zu dem Zeitpunkt hatte ich allerdings keine Idee, wie so etwas entsteht und warum das so ist. Meine Neugier war allerdings geweckt und ich nahm die Sache genauer unter die Lupe. Inzwischen bin ich überzeugt davon, dass wir äußeren Umständen nicht hilflos gegenüberstehen müssen. Wissen wir, mit welchen Mitteln uns das Unterbewusstsein Stolpersteine in den Weg wirft, können wir lernen, es zu kontrollieren und für uns zu nutzen. Manche Dinge liegen zwar naturgemäß weiterhin nicht in unserer Hand, doch wie wir mit ihnen umgehen schon.

Hohe Mauer versperrt den Blick auf die Landschaft, während eine offene Tür den Weg in die Weite sichtbar macht.

Vielleicht sollte ich vorab erwähnen, dass die Fahrt mit der S-Bahn nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt, dementsprechend bescheiden war es um meine Laune an diesem besagten Tag bestellt. Ich ließ mich auf einen der blau gemusterten Sitze am Gang fallen. Auf denen am Fenster bekomme ich regelmäßig Beklemmungen, wenn sich jemand neben mich setzt. Wie du merkst, bin ich manchmal leicht neurotisch unterwegs.

Gerade als ich mein Buch aus der Tasche geholt und es aufgeschlagen hatte, hörte ich plötzlich eine junge Frau laut fluchen. Sie saß ein paar Reihen weiter mit dem Rücken zu mir und vor ihr stand eine Zugbegleiterin, die trotz der wüsten Beschimpfungen beinahe verständnisvoll dreinblickte. Das Gespräch dauerte nur wenige Minuten und obwohl die Dame sich in dessen Verlauf einigermaßen beruhigte, bestand der Abschied ihrerseits lediglich aus einem abfälligen Schnauben in Richtung Zugbegleiterin. Diese nickte ihr trotzdem freundlich zu und machte sich auf den Weg in meine Richtung.

An meinem Platz angekommen, bat sie mich um meinen Fahrschein, als habe es die vorangegangene Situation gar nicht gegeben. Ich zeigte ihr mein Ticket und zögerte kurz. Doch ich konnte nicht anders, ich musste sie einfach fragen, wie sie in der Situation eben so gelassen bleiben konnte, als habe sie ihr bisheriges Leben in einem Zen-Kloster verbracht. Mir war beim bloßen Anblick der Szene ehrlich gesagt schon der Kamm geschwollen.

Sie lächelte und nannte mir zwei in meinen Augen ziemlich beeindruckende Gründe, die mir bis heute in Erinnerung geblieben sind. Sinngemäß sagte sie: „Die Frau hat momentan anscheinend nur wenig Grund zur Freude in ihrem Leben. Damit und mit sich selbst hat sie genug zu tun. Und davon abgesehen gebe ich anderen Menschen nur ungern die Macht, mir die Laune zu verderben, denn über die bestimme immer noch ich.“

Aus diesem Blickwinkel hatte ich die Sache vorher noch nie gesehen und mir ist zum ersten Mal richtig bewusst geworden, dass die Sichtweise und die Reaktion auf das gleiche Ereignis von Mensch zu Mensch völlig unterschiedlich ausfallen kann. Zu dem Zeitpunkt hatte ich allerdings keine Idee, wie so etwas entsteht und warum das so ist. Meine Neugier war allerdings geweckt und ich nahm die Sache genauer unter die Lupe. Inzwischen bin ich überzeugt davon, dass wir äußeren Umständen nicht hilflos gegenüberstehen müssen. Wissen wir, mit welchen Mitteln uns das Unterbewusstsein Stolpersteine in den Weg wirft, können wir lernen, es zu kontrollieren und für uns zu nutzen. Manche Dinge liegen zwar naturgemäß weiterhin nicht in unserer Hand, doch wie wir mit ihnen umgehen schon.

Hohe Mauer versperrt den Blick auf die Landschaft, während eine offene Tür den Weg in die Weite sichtbar macht.

Wie Tarot-Impulse mein (und dein?) Leben bereichern

Die meisten Menschen verbinden Tarot automatisch mit Wahrsagerei oder mystischen Vorhersagen. Das war ehrlich gesagt auch mein erster Gedanke, bis ich der Sache eine ehrliche Chance gegeben und festgestellt habe, dass die Karten etwas ganz anderes leisten: Sie sind ein Werkzeug, um die eigene Innenwelt besser zu verstehen. Für mich liegt ihre Stärke deshalb vielmehr darin, Gedanken zu öffnen und den Blick auf Dinge zu richten, die uns bis dahin vielleicht gar nicht bewusst waren.

Parallel zu meiner Begeisterung für Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung entdeckte ich so die symbolische Sprache des Tarots für mich. Je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto klarer wurde mir, dass jede Karte etwas anstoßen kann, auf das wir ohne diesen Impuls im Alltag wahrscheinlich nicht gekommen wären. So ist das Tarot für mich inzwischen zu einer guten Freundin geworden, die mich dabei unterstützt, meine Gedanken zu sortieren, innere Prozesse sichtbar zu machen sowie Chancen, Möglichkeiten und neue Wege zu erkennen.

Als Autorin liegt meine Stärke darin, Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen. Und genau hier entstand die Idee zu meinen Tarot-Impulsen. Tarot zeigt Bilder, die Kombination der Karten deckt Zusammenhänge auf und ich verwandle sie schließlich in Klarheit und Sprache. Dadurch verschmelzen zwei Welten: intuitive Symbolik und die reflektierende Interpretation in Bezug auf die persönliche Situation.

Heute nutze ich die Tarotkarten nicht nur für mich selbst, sondern auch für Menschen, die sich einen anderen Blick auf ihre persönliche Situation wünschen. Denn manchmal bringt uns gerade ein Impuls von außen auf eine Idee oder zeigt uns einen Zusammenhang, den wir sonst übersehen hätten.