Willkommen im vergessenen Buchcafé

Anna wusste nicht, was sie suchte.
Sie wusste nur, dass ihr etwas fehlte.

Willkommen
im vergessenen

Buchcafé

Anna wusste nicht, was sie suchte.
Sie wusste nur, dass ihr etwas fehlte.

Das vergessene Buchcafé

Manche Orte findet man erst, wenn etwas in einem danach sucht

Die Frau am Fenster wusste nicht, wie lange sie schon in diesem BuchcafĂ© saß, nur dass der innere Druck zum ersten Mal seit Monaten nachließ. Draußen im Stadtpark rauschte der Wind durch die BlĂ€tter, ordnete sie neu, so wie die Gedanken in ihrem Kopf sich langsam sortierten. Die Sonne versank bereits hinter den BĂ€umen. Das weiche Licht fiel durch die Scheibe und umhĂŒllte die CafĂ©-Besucherin wie eine schĂŒtzende Decke, die all ihre Sorgen fĂŒr den Moment von ihr fernhielt. Es roch nach Holz, frisch aufgebrĂŒhtem Tee und etwas Vertrautem, das kurz ihre Erinnerung streifte. Das warme Porzellan der Tasse in ihren HĂ€nden fĂŒhlte sich ebenso angenehm an wie das weiche Fell der CafĂ©-Katze, die sich inzwischen auf der Fensterbank niedergelassen hatte. Über der Theke hing eine zeigerlose Wanduhr. Das Zifferblatt war schlicht, und der leicht verblichene Holzton ihrer Einfassung ließ erahnen, dass sie seit vielen Jahren geduldige Zeugin all der Erlebnisse und Geschichten dieses CafĂ©s geworden war.

Schließlich stand die Frau auf und ging zur TĂŒr. Ihre Hand lag bereits auf der Klinke, als sie noch einmal innehielt und auf all die BĂŒcher in den Regalen zurĂŒckschaute. Dann trat sie hinaus in den Abend, wo der Park sie mit kĂŒhler, frischer Luft empfing. Die inzwischen angesprungenen Laternen zeichneten Schatten auf den Kiesweg und die GerĂ€usche der Stadt lagen in weiter Ferne. Das CafĂ© hinter ihr war weiterhin beleuchtet, wie eine unausgesprochene Einladung, jederzeit fĂŒr sie da zu sein, wenn sie es brauchte. Unter dem freien Himmel setzte die Frau einen Schritt vor den anderen. Die Welt um sie herum war dieselbe geblieben, doch etwas in ihr hatte sich in den letzten Stunden verĂ€ndert. Und sie spĂŒrte, dass sie sich von nun an nicht mehr so leicht verlieren wĂŒrde.

Wer dich im Buchcafé erwartet

In den Geschichten ĂŒber das vergessene BuchcafĂ© lernst du Anna, Ben, Elena und Ivy kennen

Aquarellillustration von der Protagonistin Anna, die im Stadtpark vor einem Aufsteller mit der Aufschrift „Dein BuchcafĂ© im Stadtpark: Gedanken, die dich finden, GetrĂ€nke, die erinnern“ steht.

Anna

DIE SUCHENDE

Anna stĂ¶ĂŸt auf Fragen, die sie nicht mehr loslassen.

„Ich weiß nicht, was ich suche. Ich weiß nur, dass mir etwas fehlt.“

Aquarellillustration des Protagonisten Ben, der im hellen Buchcafé vor einem Regal steht und in einem Buch liest.

Ben

HÜTER DER ERKENNTNIS

Ben sammelt als Reisender persönliche Wendepunkte der Menschen.

„Jede Geschichte, die wir bewahren, öffnet einen neuen Horizont.“

Aquarellillustration von Protagonistin Elena, die in einem hellen Buchcafé Tee aus einer Kanne in eine Tasse einschenkt.

Elena

STIMME DER KLARHEIT

Elena öffnet tiefen Raum fĂŒr das, was wir ĂŒber das Leben vergessen haben.

„Freigelassene Gedanken finden oft die wahren Antworten.“

Aquarellillustration der Katze Ivy, die auf einer Fensterbank im BuchcafĂ© sitzt und in einen grĂŒnen, lichtdurchfluteten Park hinausblickt.

Ivy

WÄCHTERIN DER STILLE

Ivy bereitet den Weg zurĂŒck zum eigenen Inneren.

„Manchmal genĂŒgt ein Schnurren, um den eigenen Gedanken zu lauschen.“

Das vergessene Buchcafé

Das vergessene BuchcafĂ© erzĂ€hlt von Momenten, in denen wir innehalten und beginnen, uns selbst wieder zuzuhören. Von Gedanken, die wir lange beiseitegeschoben haben, und von leisen VerĂ€nderungen, die mehr auslösen, als wir zunĂ€chst ahnen. Jeder Band greift einen dieser Wendepunkte auf: die Suche nach dem LebensglĂŒck, der Umgang mit Beziehungen oder die Frage nach dem persönlichen Lebenssinn.

Diese Geschichten sind fĂŒr alle, die spĂŒren, dass etwas nicht mehr passt.

Buch „Das vergessene BuchcafĂ© im Stadtpark“ auf einem beigen Holzregal vor heller Wand mit Dekoration.

Das vergessene Buchcafé im Stadtpark

Vom Suchen und Finden des LebensglĂŒcks

5,90 € E-Book / 12,00 € Taschenbuch (ab 31.07.2026)

Es gibt Orte, die erinnern uns daran, was wir ĂŒber uns selbst vergessen haben.

Das kleine BuchcafĂ© im Stadtpark war schon immer da. Die meisten Menschen betreten es nie, denn es zeigt sich nur denen, die Fragen stellen. All jenen, die denken: So kann es nicht weitergehen. Anna gelangt eines Tages genau an diesen Punkt. Ohne Plan und Ziel fĂŒhrt ihr Weg sie in eine Welt, die enger mit ihr verbunden ist, als sie in diesem Moment ahnt. So entstehen zwischen BĂŒcherregalen, Lesesesseln und Milchschaum GesprĂ€che, die nichts erzwingen, aber viel in Bewegung bringen.
LESEPROBE

Thalia ab 31.07.26

Leseprobe

„Das vergessene BuchcafĂ© im Stadtpark“

Eine Geschichte vom Suchen und Finden des LebensglĂŒcks


Aquarellillustration einer Tasse mit aufsteigendem Dampf, die auf zwei ĂŒbereinanderliegenden BĂŒchern in warmen Gelb- und Beigetönen steht.

as Licht der tief stehenden Sonne schien weich durch das BlĂ€tterwerk der BĂ€ume, als Anna die Bank im Stadtpark erreichte. Sie stand wie frĂŒher am Rande der großen Wiese, so ausgerichtet, dass die ganze FlĂ€che sich in voller Pracht vor ihr erstreckte, sobald sie Platz genommen hatte. Einen Moment lang ließ sie die HĂ€nde neben sich auf dem Holz liegen. Es war noch warm, obwohl es inzwischen im Schatten lag. Ein Entenpaar watschelte vor ihr ĂŒber das Gras, sie zupften einzelne Halme heraus, immer darauf bedacht, sich gegenseitig nicht aus den Augen zu verlieren. Einige Meter weiter stellte jemand sein Fahrrad ab, eine Joggerin lief daran vorbei.
Aus den Augenwinkeln sah Anna einen runden Gegenstand auf die Wiese fliegen, die Enten quakten und traten eilig den RĂŒckzug an. Ein Mann nahm mit etwas Abstand neben ihr Platz. Auf seinem Gesicht zeichneten sich tiefe Linien ab, die stummen Zeugen eines langen Lebens. Sein Hund kam kurz darauf ebenfalls bei der Bank an und schaute zwischen dem Ball auf dem Gras und ihm unschlĂŒssig hin und her. „Los, hol dein Spielzeug“, forderte der Mann ihn auf und deutete mit dem Finger in die entsprechende Richtung. Er trottete los, langsam und bedĂ€chtig, Schritt fĂŒr Schritt.
Anna beobachtete ihn. „FrĂŒher war er bestimmt ziemlich schnell unterwegs, oder?“, fragte sie nach einer Weile.
Der Mann lĂ€chelte. „Ja“, antwortete er. „Das waren wir beide.“
Der Hund kehrte zurĂŒck und ließ den Ball an einer Stelle fallen, an die sein Herrchen nicht herankam, ohne aufzustehen. Er legte sich auf den Boden, atmete hörbar aus und platzierte seinen Kopf auf die Pfoten.
„Er wirkt trotzdem zufrieden.“
Der Mann wandte sich Anna zu und sah sie an. Dann betrachtete er seinen Hund, der inzwischen die Augen geschlossen hatte. „Ja, wir machen das Beste draus“, sagte er und strich ihm ĂŒber den Kopf. „Am Ende kommt es doch darauf an, dass man einen Weg findet, auch glĂŒcklich zu sein, wenn die Rahmenbedingungen nicht optimal sind.“
Anna nickte und schaute auf die Wiese hinaus. Auf der gegenĂŒberliegenden Seite fiel ihr ein kleines GebĂ€ude auf, das sie bisher nie wahrgenommen hatte, obwohl sie mit ihrem frĂŒheren Partner viel Zeit hier verbracht hatte. Aber das war lange her.
Sie kniff die Augen zusammen und beugte sich vor, als hĂ€tte sie dadurch eine echte Chance, die Distanz spĂŒrbar zu verkĂŒrzen. Sie erkannte große Sprossenfenster und eine Klapptafel vor der TĂŒr am Fuße der Treppe. Davor verlief ein schmaler Weg, auf dem einige Leute unterwegs waren, doch niemand schenkte dem HĂ€uschen Beachtung. Keiner blieb stehen. Keiner sah hin. So sehr Anna sich auch anstrengte, sie war auf die Entfernung nicht in der Lage, zu lesen, was auf der Tafel geschrieben stand.
„Ich muss gehen“, sagte sie schließlich mehr zu sich selbst als zu dem Mann mit seinem Hund.
„Ja“, antwortete er. „Alles hat einen Anfang. Alles hat seine Zeit.“

Café-Notizen

Aquarellillustration eines Aufstellers im Stadtpark mit der Aufschrift „Dein BuchcafĂ© im Stadtpark: Gedanken, die dich finden, GetrĂ€nke, die erinnern. Bist du glĂŒcklich?“

Diese Seite wÀchst gerade. In den nÀchsten Wochen findest du hier Gedanken und Fragen, die uns in der Buchreihe vom vergessenen Buchcafé begleiten.

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