Ankertechnik lernen – Emotionen kontrollieren

Heute schauen wir uns gemeinsam an, wie wir die Ankertechnik lernen. Sie ist eine bewährte Methode aus der Psychologie und dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP), die es uns ermöglicht, positive Emotionen und Zustände gezielt abzurufen, wenn wir sie brauchen. Stell dir vor, du hättest einen Schalter am Körper, mit dem du bei Prüfungen oder Präsentationen jederzeit Selbstbewusstsein und Energie in dir aktivieren könntest. Mit dem du Ruhe und Gelassenheit in stressigen Situationen einfach anschaltest oder die Motivation für den Gang zum Sport findest – das wäre was, oder?

Podcast folgt in Kürze

Was ist die Ankertechnik?

Die Ankertechnik ist eine Methode, um gewünschte emotionale Zustände durch bestimmte Reize (dem vorher gesetzten Anker) gezielt wieder hervorzurufen. Ein Anker kann ein visueller (über die Augen), auditiver (über das Gehör) oder kinästhetischer Reiz (über Berührung oder Bewegung) sein, der mit einem bestimmten emotionalen Zustand verknüpft wird. Haben wir den Anker in uns einmal richtig gesetzt, können wir so positive Zustände herbeirufen und uns beispielsweise beruhigen, wenn wir nervös sind, oder Selbstbewusstsein ausstrahlen, wenn wir unsicher sind.

Zwei goldene Anker symbolisieren das Erlernen der Ankertechnik aus dem NLP

Mit der Ankertechnik lernen wir, unsere Emotionen zu kontrollieren. Foto: unsplash / Chuttersnap

Ursprung der Ankertechnik

Die Ursprünge der Ankertechnik liegen in der klassischen Konditionierung, wie sie von Iwan Pawlow erforscht wurde. Pawlow entdeckte, dass Hunde dazu konditioniert werden konnten, auf einen bestimmten Reiz wie das Läuten einer Glocke mit einer bestimmten Reaktion zu reagieren. Richard Bandler und John Grinder übernahmen diese Konzepte und übertrugen sie mit dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP) auf den Menschen, um die Ankertechnik für die gezielte Verhaltensänderung und das Erreichen von Zielen zu nutzen.

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Ankertechnik lernen: Wie funktioniert sie?

Wir beginnen mit dem Setzen des Ankers, um einen Reiz mit einem gewünschten emotionalen Zustand zu verknüpfen. Die Schritte zur Anwendung der Ankertechnik sind:

Auswahl des Zustands: Entscheide, welchen emotionalen Zustand du hervorrufen möchtest, zum Beispiel Selbstbewusstsein, Entspannung, Freude oder Motivation. Suche dir außerdem einen Anker aus. Das kann das Drücken deines Daumens gegen den Zeigefinger sein oder der Druck auf irgendeine andere gut erreichbare Stelle an deinem Körper, die du auch problemlos in der Öffentlichkeit berühren könntest – also vielleicht nicht unbedingt die Fußsohlen oder der Po.

Wahl eines intensiven Erlebnisses: Denke an irgendein Ereignis in der Vergangenheit, bei dem du diesen Zustand, den du ankern möchtest, sehr intensiv erlebt hast.

Setzen des Ankers: Suche dir einen ruhigen Raum, in dem du nicht gestört wirst. Konzentriere dich und lasse das gewählte positive Erlebnis wie ein Film vor deinem inneren Auge ablaufen. Durchlebe es so intensiv wie möglich und rufe die gleichen Emotionen hervor, die du damals gefühlt hast, als du in der Situation warst. Wenn du soweit bist, setze den vorher von dir ausgewählten Reiz (Druck auf Körperstelle).

Wiederholen und Verstärken: Wiederhole den Prozess mehrmals, um die Verknüpfung weiter zu verstärken.

Abrufen des Ankers: Hat der Anker »gegriffen«, kannst du ihn nun in einer realen Situation auslösen, um den gewünschten Zustand abzurufen. Klappt es nicht, wiederhole und verstärke die Ankersetzung weiter. Das A und O ist hier wirklich das intensive Durchleben der Gefühlslage beim Ankern, nur so kann der Trigger sich festsetzen.

Eine junge blonde Frau sitzt im Schneidersitz auf einem roten Sofa, hat das Kinn auf die Hände gestützt und schaut traurig.

Mit der Ankertechnik ersetzen wir schlechte Emotionen durch gute Vibes. Foto: unsplash / Brock Wegner

Warum wir die Ankertechnik lernen sollten

Die Ankertechnik hat viele Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten. Sie kann uns helfen, Stress abzubauen und unsere Leistungen zu verbessern. Sie hilft uns, Ängste zu überwinden und das Selbstbewusstsein zu stärken. In der Therapie wird sie oft verwendet, um Patienten zu unterstützen, positive Zustände zu erleben und negative Emotionen zu reduzieren. Wir können sie im privaten Miteinander im Umgang mit Freunden und der Familie ebenso anwenden wie im beruflichen Umfeld, um in Präsentationen oder Verhandlungen souverän und ruhig zu bleiben.

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Die Ankertechnik ist also in vielen Lebensbereichen durchaus nützlich. Sportler setzen sie ein, um ihren optimalen Leistungszustand abzurufen. Schülern und Studenten hilft sie, Prüfungsängste zu überwinden und konzentriert zu bleiben. Auch im Gesundheitswesen ist sie einsetzbar, um Menschen bei der Bewältigung von Angstzuständen und chronischen Schmerzen zu unterstützen. Die Ankertechnik kann auch ein wertvolles Werkzeug für die persönliche Entwicklung sein. Indem wir lernen, positive emotionale Zustände gezielt abzurufen, können wir unsere Widerstandsfähigkeit und Zufriedenheit steigern. Diese Technik ist für viele ein zuverlässiger Helfer, alte negative Muster zu durchbrechen und neue, positive Verhaltensweisen zu verfestigen.

Eine junge Frau mit mittellangen brauchen Haaren lächelt und hält fröhlich die Hände neben das Gesicht.

Beim Erlernen der Ankertechnik müssen wir einige Dinge beachten, damit sie auch wirklich funktioniert. Foto: pixabay / Berzin

Tipps und Tricks für die Ankerung

Hier noch ein paar Hinweise, worauf du beim Ankern achten solltest. Denn es gibt einige typische Fehler, die vor allem Neueinsteiger gerne machen und dann zu schnell aufgeben, weil sie denken, es funktioniert nicht.

Klarheit und Fokus: Sei dir absolut klar darüber, welchen Zustand du ankern möchtest. Springe bitte nicht von einem Wunsch zum anderen. Alles nach der Reihe. Wenn einer sitzt, kannst du den nächsten in Angriff nehmen.

Intensive Emotionen: Wähle intensive emotionale Erlebnisse, um den Anker zu setzen. Das ist der große Knackpunkt – je intensiver die Gefühle, desto besser lassen sie sich später abrufen.

Regelmäßige Übung: Wiederhole die Ankerung mehrere Male hintereinander. Gerade bei Personen, die das vorher noch nie gemacht haben, kann es sein, dass es ein paar Tage der Übung brauch, um die Verknüpfung stark genug zu machen.

Positive Verstärkung: Belohne dich selbst, wenn die Ankerung erfolgreich war. Selbstlob stinkt nicht!

Flexibilität: Wenn ein Reiz als Anker gar nicht funktioniert, probiere es mit einem anderen Körperteil aus, um herauszufinden, was bei dir persönlich am besten klappt.

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Die Ankertechnik – ein wertvolles Werkzeug für den Alltag

Die Ankertechnik ist ein spannendes Selbstcoaching-Tool, das mir persönlich geholfen hat, in stressigen Situationen die Ruhe zu bewahren und Unsicherheiten bei hohem Druck in die Versenkung zu schicken. Die Vielseitigkeit der Anwendungsmöglichkeiten ist hier ein echtes Plus – da ist wirklich für jeden, der sich dafür öffnet, etwas dabei. Es gibt zu dem Thema Verankerung auch eine Nachdenkgeschichte mit dem Titel Der Leuchtturm von mir, die ich dir ans Herz legen möchte. Hier handelt es sich zwar nicht exakt um diese Ankertechnik, doch veranschaulicht die Geschichte, wie wir bei der langfristigen Zielerreichung durch Erinnerungsanker auf Kurs bleiben. Schau sie dir unbedingt an!

Weitere Beiträge zum Thema »Selbstcoaching« auf meinem Blog:

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